Oktober 2019

Ein neuer Vorstand wurde gewählt

Bei der Mitgliederversammlung am 26.9.2019 wurde unter anderem ein neuer Vorstand gewählt. Zur Wahl standen: Tina Herbring, Susanne Wolf, Tilman Ullisch, Götz Dollinger und Karin Haas. Alle Kandidaten/innen wurden gewählt und haben die Wahl angenommen. Sie werden sich nun die nächsten zwei Jahre der vielfältigen Themen der SoLaWi Neustadt annehmen. (KH)

Vom Anbau

Ja, das sieht doch gut aus, was in den letzten Wochen auf dem Acker gewachsen ist. Da sieht man verschiedene Kohlsorten, Lauch, rote Bete und Karotten, um nur einiges zu nennen. Auch was so in den nächsten Wochen zu erwarten ist, kann man schon gut überblicken. Es ist nun auch der ersehnte Regen gekommen, der dem Wachstum sehr förderlich ist und den Gärtnern jede Menge Arbeit erspart. Die Bewässerung der Kulturen kann somit zum Teil entfallen, bis es wieder zu trocken wird. Am letzten Wochenende wurden die Kürbisse geerntet, und die können sich sehen lassen. Schade, dass es mit den Süßkartoffeln nicht so gut gelaufen ist. Wir denken, es gibt in jedem Jahr Kulturen, die gut gelingen, und eben auch mal welche, mit denen man ein wenig Pech hat. Dieses Jahr hat es bei den Kartoffeln und Süßkartoffeln in der entscheidenden Phase nach der Blüte kaum geregnet, deshalb müssen Ernteeinbußen hingenommen werden. (KH)

In Mainz für eine andere Agrarpolitik

Am 21. September fand erstmals in Mainz eine „Wir haben es satt !“-Demo statt. Anlass war die Agrarministerkonferenz, die dort ab dem 25. September tagte. Bei der Vorbereitung und Durchführung der Tagung hatte die SoLaWi Mainz maßgeblich mitgewirkt. Ausgehend vom Bahnhofsvorplatz zog der Demonstrationszug, der gegen Massentierhaltung und verfehlte Agrarsubventionen protestierte, durch die Mainzer Innenstadt.

Bei der Abschlusskundgebung sprach der Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Georg Janßen. Er wies darauf hin, dass 20 % der landwirtschaftlichen Betriebe 80 % der landwirtschaftlichen Fördermittel erhielten. Die EU-Landwirtschaftspolitik müsse sich auch im Hinblick auf klimapolitische Erfordernisse ändern. Auch das geplante Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen MERCOSUR-Staaten sei abzulehnen. Mitte September hätten Bäuerinnen und Bauern der AbL und des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter mit Treckern den Importhafen für Futtermittel und Getreide in Brake an der Unterweser blockiert, um gegen fehlende soziale und Qualitätskriterien im MERCOSUR-Abkommen zu demonstrieren. Durch die zahlreichen Waldbrände im Amazonasgebiet ist die zerstörerische Landwirtschaftspolitik in Brasilien, die auch zu Lasten kleiner Bauern in Südamerika geht, ins öffentliche Bewusstsein gedrungen.

Die Existenzgefährdung von Kleinbauern in Paraguay hat uns die Kleinbäuerin Juana Mendoza verdeutlicht, die unseren Acker im September besuchte. Sie wurde von Bernd, Tilman und mir begrüßt. Juana, die sich auf Einladung des Bistums Speyer in Deutschland aufhielt, beklagte, dass Großgrundbesitzer Kleinbauern verdrängten, um Soja-Monokulturen mit großflächigem Einsatz von Glyphosat zu betreiben. Mit Billigimporten aus Brasilien und Argentinien könne man zudem in Paraguay kaum konkurrieren. Unser Acker gefiel ihr sehr gut. Manche Kohlarten auf unserem Acker kannte sie nicht, Süßkartoffeln waren ihr allerdings als Alternative zum Grundnahrungsmittel Maniok sehr vertraut. (WD)

Wer ist wer?

Anette

  • Buchführung
  • Finanzgruppe
  • räumt jeden Samstag die leeren Erntekisten weg und verstaut die Reste ins Kühlhaus
  • Mitglied seit 2016

Heinz

  • Gehölzstreifen
  • Fleißiger Helfer auf dem Acker
  • Mitglied seit 2017

Hedwig

  • Gründungsmitglied
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Newsletter

Termine

7. November 2019, 19:30 Uhr: Info-Abend im Wespennest (über Gasthaus Konfetti), Friedrichstraße 36, Neustadt – es wäre schön, wenn viele Mitglieder von ihren Erfahrungen in der SoLaWi berichten würden.