April 2019

Unser Saisonstart

Pünktlich zum Saisonstart am 8. März setzten Sturm und Regen aus, dafür stellte sich ein Regenbogen ein, um zu zeigen, dass der Acker genauso aussieht wie auf dem Foto auf der Website. Um die Zeit bis zum ersten Saisongemüse nicht zu lang werden zu lassen, gab es eine außerplanmäßige Ernteausgabe, zu der Annette Schandelmaier selbstgemachte Acker-Ringelblumensalbe beisteuerte.

Doris Hoffmann brachte Honig von ihrem Bienenstock auf dem Acker, den SolaBees, mit. Die neuen Mitglieder bekamen Informationen von Matthias, Laura und Tina, das Mitbringbüffett war mit Kuchen, Muffins und anderen Köstlichkeiten reichlich bestückt, dazu gab es Punsch und Glühwein – die Saison hat gut angefangen! (HW)

Vom Acker

Es geht voran, der Salat wächst. Fenchel und Kohlrabi auch. Die Frühkartoffeln kommen in den Boden und die Zwiebeln sind schon fast alle gesteckt. Die Pflanzenanzucht im kleinen Folientunnel ist im vollen Gange, wie z. B. Tomaten, Paprika, Spitzkohl und mehr.

Es gibt jetzt viel zu tun und Matthias freut sich über fleißige Helfer/innen. (KH)

Mitgliederversammlung am 29.3.2019

Am 29.3. fand im Protestantischen Gemeindezentrum Branchweilerhof eine Mitgliederversammlung statt. Es waren 32 Personen anwesend, davon 27 stimmberechtigt.

Der Vorstand ließ das Jahr 2018 Revue passieren, der finanzielle Jahresabschluss 2018 wurde vorgestellt, der (Nachtrags-)Haushalt sowie die Investitionsplanung 20192020 wurden diskutiert und beschlossen und neue Kassenprüfer/innen gewählt.

Das ausführliche Protokoll erfolgt zeitnah und wird gesondert zugehen.

Ich hätte mir etwas mehr Teilnehmer/innen gewünscht – dann vielleicht beim nächsten Mal Ende September 2019. Bei dieser Mitgliederversammlung stehen Neuwahlen für die nächsten zwei Jahre an und der Vorstand hofft diesbezüglich auf Verstärkung. (KH)

Zwischen Lila Tomate und Freien Saaten – die SoLaWi auf dem Vielfaltsmarkt

In diesem Jahr veranstaltete der Kulturverein Wespennest in der Neustadter Stiftskirche am 2. März zum 8. Mal den Pfälzer Vielfaltsmarkt, auf dem über 1000 Sorten Saat- und Pflanzgut und Pflanzen für den Hausgarten, darunter alte und seltene Sorten, angeboten werden.

Seit ihrer Gründung nutzt die SoLaWi dieses Forum, um die SoLaWi-Idee bekannt zu machen und für sich zu werben – im ersten Jahr zusammen mit Melanie Grabners Lila Tomate, die uns mit unseren ersten Tomatenpflanzen versorgt hat, ab 2016 mit unserem eigenen Stand. Der Vielfaltsmarkt zog Gäste bis aus der Eifel, dem Hunsrück, aus Sachsen und Hessen an, und unser Team aus bewährten und neuen Standbetreuer/innen führte viele interessante Gespräche – nochmals danke an alle, die mitgeholfen haben! Die SoLaWi-Idee wird immer bekannter; von Gästen aus der Pfalz wurden wir öfter auf den Artikel über die SoLaWi in der Rheinpfalz am Sonntag angesprochen. Dass es mittlerweile in Deutschland über 200 SoLaWis gibt, sorgte häufig für Aufmerksamkeit.

Es ist schön, beim Vielfaltsmarkt dabei zu sein; für den 9. Vielfaltsmarkt am 7. März 2020 sind wir schon vorgemerkt. (HW)

Mitgliederforum „Solidarität in der SoLaWi“

Die Mitgliederforen bieten die Möglichkeit, sich in der kälteren Jahreszeit zu treffen und auszutauschen. Für den 21. März hatte die AG Menschen und Strukturen ein Mitgliederforum zum Thema „Was bedeutet für mich Solidarität in der SoLaWi – mit dem Landwirt – mit dem Gärtner – untereinander?“ vorbereitet. In zwei Gruppen diskutierten neue und langjährige Mitglieder diese Fragen intensiv mit diesen Ergebnissen:

Solidarität mit dem Landwirt:

Zeigt sich durch Pacht und Einkaufen im Hofladen, aber auch dadurch, dass die Mitglieder Zusammenhänge verstehen lernen, beispielsweise zum Risiko in der Landwirtschaft und zum vorausschauenden Denken und Planen bei Bodenqualität, Düngen und Fruchtfolge. Bei den Mitgliedern ist Verständnis für Bernds Situation entstanden. Landwirtschaft, beispielsweise ihre Witterungsabhängigkeit, zu erleben, schafft Verständnis für die Situation des Landwirts, aber auch für die Landwirtschaft weltweit.

Solidarität mit dem Gärtner:

Es war vorausschauend, den Gärtner anzustellen; Solidarität mit ihm zeigt sich in der zuverlässigen freiwilligen Unterstützung seiner Arbeit, in einer bedarfsgerechten, angemessenen und fairen Entlohnung und in der Planungssicherheit durch die Festanstellung. In der Landwirtschaft ist die finanzielle Situation für die dort Beschäftigten oft prekär, u.a. weil tarifliche Regelungen fehlen bzw. unbefriedigend sind. Dem Gärtner wird eine sinnvolle Tätigkeit geboten und gestaltet, Risiko und Verantwortung wird geteilt.

Solidarität untereinander/mit mir:

Zeigt sich durch den Betrag für den Ernteanteil und die Arbeitsteilung, aber auch durch das Übernehmen von Aufgaben wie der Sandkasten-Betreuung und Verabredungen zum abwechselnden Ernte-Abholen. Die einen können mehr bezahlen, die anderen weniger; Solidarität zeigt sich im Vertrauen, dass das funktioniert und dass Spannungen, wenn sie entstehen, auf den Tisch kommen. Es wird kein vollständiger Austausch (die einen bezahlen, die anderen arbeiten) angestrebt. Solidarität besteht auch im Einbringen der unterschiedlichen Talente. Ich kann mich einbringen, weiß aber auch, dass die SoLaWi als Ganzes läuft – etwas, was viele anscheinend anderswo vermissen. Solidarität zeigt sich durch Menschen, die mitdenken.

Das Teilen von Wissen und Erfahrung wurde als Ausdruck von Solidarität gesehen. Von einem Neumitglied kam die Rückmeldung, dass in der SoLaWi bereits ein Weitblick in verschiedene Richtungen gelebt wird – das ist ein ermutigendes Fazit. (HW)

FSJ-ler/innen zu Besuch auf dem Acker

Am 26.3 besuchte eine Gruppe von 22 Absolventinnen und Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) aus der Pfalz und dem Saarland mit ihren drei Betreuern unseren Acker. Sie arbeiten in den verschiedensten sozialen Einrichtungen wie Kindergarten, Krankenhaus, Pflegeheim etc. und nehmen über das Jahr verteilt an fünf einwöchigen Seminaren teil. Im Rahmen des vierten Seminars beschäftigten sie sich mit kritischem Konsum, gesunder Ernährung und regionalem Anbau und sind über einen der Teamer, der selbst ein Praktikum in der Heidelberger SoLaWi absolviert hatte, auf unser Projekt gestoßen.

Der Besuch fand nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr statt. Wir sind vom Becker-Pavillon zum Acker gelaufen und haben zwei Gruppen gebildet. Die eine ist mit Matthias über den Acker gewandert und er hat ihnen alles gezeigt und erklärt. Es gab zwar jahreszeitlich bedingt nicht allzu viel zu sehen, aber sie waren trotzdem beeindruckt. Die zweite Gruppe haben Heinrich und ich betreut. Wir haben es uns im Folientunnel gemütlich gemacht (Danke, Tina, für die Vorbereitung). Heinrich hat über das SoLaWi-Projekt an sich berichtet, wie es aufgebaut ist und was für Menschen da mitmachen, über deren unterschiedliche Motivationen, warum sie dabei sein wollen etc. Ich habe etwas über das Gemüse erzählt, wie sich das Essverhalten ändert und wie man beim Kochen kreativ wird. Weiterhin auch über die Einstellung an sich zu den Lebensmitteln, die man ja selbst mit gepflanzt, gegossen und geerntet hat. Nach einer Stunde haben wir gewechselt und somit hatte jeder Teilnehmer dann die gleichen Infos. Noch ein Bild zum Abschluss von der Gruppe.

Dann haben sie sich verabschiedet und wir hoffen, wir haben den jungen Leuten etwas mit auf den Weg geben können. Danke an Heinrich und Matthias für die Unterstützung. (KH)

PS: das mir zugemailte Feedback von der Gruppe:

„Der Nachmittag war für viele das schönste Erlebnis der Woche“, wenn das nichts ist???

Bis bald - Euer Initiativkreis