März 2019

Liebe Interessenten und Mitglieder der SoLaWi Akazienhof Neustadt!

Die neue Saison 2019 / 20 hat begonnen

Wir heißen alle „Neuen“ herzlich willkommen und freuen uns, Euch am 8.3.2019 bei der ersten Ernteausgabe kennen zu lernen.

Am 1.3. hat das neue Anbaujahr mit zwei guten Nachrichten begonnen: wir sind wieder bei 70 Ernteanteilen – Dank an alle, die dazu beigetragen haben – und wir haben durch den Abschluss eines Pachtvertrages mit Bernd eine langfristige Planungssicherheit auf dem Acker.(HG)

Aus der Anbaugruppe

Im Märzen der Bauer …

Da ist schon manches getan:

  • das „Jungpflanzengewächshaus“ ist für all die kleinen Pflanzen vorbereitet 
  • neue Pflanzentische sind gebaut 
  • der erste Salat ist im Gewächshaus gepflanzt und wächst schon munter drauflos

und da gibt es noch viel zu tun:

  • Anfang März folgen Kohlrabi, Fenchel, Frühlingszwiebeln und mehr Salat 
  • Ackerbohne ist im Freiland gesät - Sie ist eine neue Kultur bei uns, Sie gibt es dann, wenn alles klappt, im Juni auf den Teller
  • Paprika und Chili sind gesät und die Tomaten folgen in Kalenderwoche neun.

Es ist soweit alles vorbereitet, die neue Saison kann kommen und ich freue mich auf Euch und all die kleinen Pflanzen. Im „spreadsheets“ könnt Ihr ab sofort nachschauen, ob und wann ich eure Hilfe auf dem Acker brauchen kann. (MW)

Pachtvertrag mit Bernd

Am 22.2.2019 wurde ein endgültiger Pachtvertrag mit Bernd Naumer geschlossen. Er ersetzt den alten vorläufigen Vertrag und gilt bis 2030. Wenn alle ausstehenden rechtlichen Fragen geklärt sind, soll der jetzige Pachtvertrag in den Kooperationsvertrag einfließen. (KH)

Seit dem Frühjahr 2018 gibt es eine weitere Hecke auf unserem Gelände

Im Herbst/Winter 2018 / 19 haben wir unsere neue Hecke mit weiteren Sträuchern ergänzt. Bei der ersten Pflanzaktion im Frühjahr 2018 gab es leider sehr viele Ausfälle, was wohl dem extrem trockenen Sommer zu verdanken war.

Im Gegensatz zu der ersten Pflanzung, wo das Pflanzmaterial überwiegend aus den vorhandenen Hecken gewonnen wurde, haben wir dieses Mal die Pflanzware von einer nahe gelegenen Baumschule bezogen. Sie bestand ausschließlich aus heimischen und standortgerechten Sträuchern und Bäumen.

Falls Ihr mal an der Hecke entlang geht, werdet Ihr feststellen, dass es zwei große „Lücken“ gibt. Hier kommen noch Obstbäume hin. Dann kann man direkt nach dem Jäten zum Apfelessen übergehen. Unsere neue Hecke ist ca. 210 Meter lang und wir haben 40 Gehölze gesetzt.

Gepflanzt haben wir Ahorn, Eberesche, Hasel, Hainbuche, Hartriegel, Holunder, Kornelkirsche, Wildrosen, Weiß- und. Rotdorn sowie eine Walnuss. Hierzu kommen noch die oben erwähnten Obstbäume. Ein beidseitiger Blühstreifen wird die Attraktivität der Hecke als Lebensraum zusätzlich erhöhen.

Man kann sich fragen, warum eine Gemüseanbaugruppe sich mit einer Hecke beschäftigt. Dies hat mannigfaltige Gründe. Eine Hecke ist ein wichtiger Bestandteil einer Kultur-landschaft, denn sie gliedert die Landschaft. Sie dient als Windschutz und somit auch als Erosionsschutz. Dies ist in der „Norddeutschen Heckenlandschaft“ wunderbar zu beobachten. Die Hecke ist wichtiger Lebensraum und auch Nahrungsquelle für eine Vielzahl unserer tierischen „Verbündeten und Mithelfer“.

So kann der Turmfalke, welcher uns oft „besucht“ und hilft die Mäuse in Schach zu halten, sie als Ansitzwarte nutzen. Natürlich wird die Hecke auch von weiteren Vögeln genutzt, welche alle, auch die reinen Körnerfresser, ihren Nachwuchs anfänglich mit Larven, Raupen etc. versorgen und damit einen Teil unserer natürlichen „Schädlingsbekämpfung“ übernehmen.

Ebenso nützt die Hecke auch noch vielen anderen Insekten wie Wildbienen, ohne die eine natürliche Bestäubung nicht möglich wäre. Im Winter dient die Streuschicht auf dem Boden vielen Arten zum Überwintern wie z. B. Kleinsäugern und Käfern.

Natürlich ist die Hecke auch für uns sehr wichtig. Wie oft saßen wir in diesem Sommer neben unserer bereits vorhandenen Hecke und haben uns über den wohltuenden Schatten gefreut. Wir haben die Walnüsse am vorhandenen Baum geerntet, haben Holunderblüten und Beeren gesammelt.

Es ist schon faszinierend zu sehen, was in Gang gesetzt wird, wenn wir auf einem kleinen Teil unserer Anbaufläche eine Hecke anpflanzen. Sie wird der heimische Fauna und Flora zur „Nutzung“ überlassen und wir haben auch etwas davon. (HV)

Netzwerktreffen Februar 2019-Lebendige Strukturen entwickeln…

Unter diesem Motto stand das diesjährige Frühjahrstreffen des Netzwerks solidarische Landwirtschaft. 150 große und kleine Menschen trafen sich im Schloss Tempelhof in der Nähe von Crailsheim. Neben einer bunten Lebensgemeinschaft gibt es hier auch eine SoLaWi, deren Winteräcker und Anbaufläche wir besuchen konnten und in einem Workshop das Anbaukonzept kennen lernen durften.

Das Thema “Organisationsentwicklung” betrifft also nicht nur uns, viele SoLaWis kommen an einen Punkt, an dem sie wieder vom “Machen” zum Reflektieren und Neu-Denken kommen - häufig durch Konflikte oder auch einfach, weil Menschen in den SoLaWis unzufrieden damit sind, wie die Dinge laufen.

In drei verschiedenen Workshops und offenen Gesprächsrunden wurde das Thema praktisch angegangen: Im Workshop “Soziokratie” konnten wir selbst die Prinzipien der soziokratischen Moderation und Entscheidungsfindung ausprobieren. Es war sehr verblüffend, wie durch einfache Regeln und Rollenverteilung eine offene, verbindende und ergebnisorientierte Diskussion zwischen (fast) fremden Menschen geführt wurde.

Zum Weiterlesen: Netzwerktreffen

Darüber hinaus gibt das Netzwerktreffen vielfältige Möglichkeiten zum Austausch: Am Freitagabend haben wir uns regional ausgetauscht mit der“ SoLaWi Wahlbacher Hof“ und den GärtnerInnen der SoLaWi Mainz. Dazu kam noch ein Gärtner aus der Westpfalz, der bald eine Gärtnerei aufbauen will.

Die Abende am Feuer oder bei der “No-Talent-Show” waren sehr kurzweilig und es kamen immer wieder spontane Gespräche zustande – das Netzwerktreffen empfinde ich auf mehreren Ebenen als sehr unterstützend .Fachlich für die GärtnerInnen, menschlich durch die offenen und intensiven Kontakte und auch “mental” -als Versicherung, gemeinsam auf einen guten Weg zu sein, die Welt ein Stückchen besser, bunter und ökologischer zu machen.(TH)

AG Feste

Wer feiert gerne - so wie wir - und hat Lust, bei uns mit zu machen?

Wir, die Feste-AG, brauchen dringend Verstärkung!

Wer gerne Feste plant und organisiert ist herzlich willkommen bei uns. In der Hauptsache geht es um Ideen zu spinnen und zu sammeln, Planen und Delegieren.

Unser Sommerfest ist für den 23.6.2019 fest eingeplant
Besonders würden wir uns über Menschen aus der Gruppe der „Familien-mit-kleinen-Kindern“ freuen!

Kontakt: Annette Breier
FN: 06322-950 3669
M: ja.annebreier@gmx.de

Termine

11.03.2019 Fukushimatag

Zum achten Mal jährt sich die Atomreaktorkatastrophe in Japan in Fukushima
Mahnwache auf dem Marktplatz in Neustadt am 11.3.2019 um 18.00 Uhr

21.03.2019 um 18:30 Uhr Mitgliederforum „Was bedeutet für mich Solidarität in der Solidarischen Landwirtschaft?“ im Mehrgenerationenhaus (Von-Hartmann-Str. 11, bei der VHS Neustadt)

29.03.2019 um 18:30 Uhr Mitgliederversammlung im Protestantischen. Gemeindezentrum Branchweiler, (Branchweilerhof 8a, hinter der ARAL-Tankstelle) in Neustadt

Bis bald,
euer Initiativkreis