Februar 2019

Neues von der Anbaugruppe

Die Anbaukulturen bleiben im Wesentlichen so wie in 2018

Matthias möchte dieses Jahr versuchsweise für eine kleine Fläche Kulturnetze zur Abwehr des Erdflohs anwenden. Der Erdfloh und die Hitze waren ein Grund dafür, dass der Kohl im Sommer nicht so gut gewachsen ist. Die Netze kann man dann auch im Frühjahr für Radieschen und Rettich verwenden.

Da auch der Blumenkohl nicht so toll war, versucht Matthias eine neue Sorte: der „Erfurter Zwerg“ setzt von vorneherein keinen so großen Kopf an. Als weitere neue Kulturen können wir uns auf frühen Rucola, Wurzelpetersilie und Dicke Bohnen freuen. Für das Obst fahren wir eher ein Sparprogramm. Matthias und Kerstin haben mit dem Acker genug zu tun und Uwe kann die Verantwortung und die viele Arbeit nicht mehr ganzjährig leisten. Am 16. Februar gibt es wieder einen Obstschneidetermin. Uwe freut sich über viele HelferInnen.

Über ein weiteres großes Projekt, den 3. Folientunnel muss in der nächsten Mitgliederversammlung noch abgestimmt werden.

Ansonsten geht es bald los mit dem Vorziehen der ersten Kulturen. Matthias freut sich über eingespielte und neue HelferInnen.

Ich wünsche uns allen viel Spaß auf dem Acker, viele spannende Gespräche beim Pflanzen, Unkraut ziehen und Pause machen und vor allem leckeres, gesundes, pestizidfreies Gemüse ohne Verpackung.

Wer mehr über die Anbaugruppe erfahren möchte, kann gerne mal zur Anbaugruppe dazu kommen. Wir treffen uns das nächste Mal am 6. März (B.P.)

SoLaWi-Netzwerk demonstriert in Berlin

Parallel zur „Grünen Woche“, der Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau, gab es auch Anfang 2019 wieder eine „Wir haben es satt!“-Demo. Aufgerufen hatten rund 50 Trägerorganisationen, zu denen auch das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft gehört. Rund 35.000 DemonstrantInnen forderten eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft und übergaben Julia Klöckner eine Protestnote gegen die Benachteiligung kleiner Landwirtschaftsbetriebe in der Agrarförderung. Judith Hitchman, die Präsidentin des weltweiten SoLaWi-Netzwerks URGENCI, wies in einer Rede darauf hin, das die kleinen Bäuerinnen und Bauern und nicht die Agrarindustrie die Weltbevölkerung ernähren. Das industrialisierte Agrarsystem trage auch wesentlich zur Klimakrise bei, dies müsse sich ändern. 171 Trecker fuhren bei der Demo mit, darunter auch SoLaWi-Trecker aus Schleswig-Holstein, Brandenburg und dem Wendland. An einem Infostand wurde über die Solidarische Landwirtschaft informiert, die die Möglichkeit bietet, kleinbäuerliche umweltgerechte Produktion direkt zu unterstützen. (WD)

Korbflechtkurs am 12.und 13.1.2019

Korbflechten macht Spaß , ist aber ganz schön anstrengend. Am Samstag, dem 12.1.2019 gegen 9.00 Uhr machte ich mich, ziemlich warm angezogen, bewaffnet mit dem letzten Stück Stollen, meinem Photoapparat und viel Motivation auf in die Halle von Till, der sie uns dankenswerterweise für diesen Kurs zur Verfügung gestellt hat. Mit mir noch sechs andere Personen, die sich auch für diesen Kurs angemeldet hatten.

Herr Gehrlein, der Korbflechter in sechster Generation aus Westheim, war schon da. Zuerst hörten wir etwas Allgemeines über Weiden, die Tradition des „Körbeflechtens“ und lernten, dass es mit das älteste Gewerbe der Menschheit ist. Nach der Theorie kam dann die Praxis. Aus sechs dickeren Weidenstäbchen wurde ein Kreuz angefertigt und dann ging es los. Mit zwei Weidenruten gleichzeitig immer weiter im Kreis, bis wir etwa einen Deckel von 30 cm Durchmesser hatten. Hier mussten die zwei Weidenruten auf eine spezielle Art miteinander verwoben werden (fitzen). Nun wurde es anstrengend: 24 Weidenruten unten anspitzen und in den Boden einstecken, um dann den Knick für die Seitenwände hinzubekommen. Unser Meister Gehrlein half immer, wenn wir nicht weiterkamen. Dann um 13.00 Uhr Mittagspause. Ines hatte eine Süßkartoffelsuppe für alle gekocht und Heinrich brachte noch Weißbrot und den Kaffee dazu. In der Halle war es indes nicht viel wärmer geworden, aber durch die Anstrengungen und die warme Suppe und den Kaffee wurde es erträglicher. Als die Seitenwände etwa 12 cm hoch waren, hat uns Herr Gehrlein den Abschluss geflochten, denn das erforderte eine neue Technik. So wurde es nach 16.00 Uhr, bis jeder seinen Rand fertig hatte. Noch Aufräumen und Fegen, damit die nächste Gruppe, die morgen hier den gleichen Kurs belegt hat, einen ordentlichen und sauberen Arbeitsplatz vorfindet. Mir und allen andern, glaube ich, hat das Ganze großen Spaß gemacht und ich hätte Lust, noch weiter zu lernen, aber wenn‘s geht bei etwas moderateren Temperaturen. (K.H.)

Rundbrief mitgestalten?! Gerne – wir wollen den Rundbrief als interne Plattform nutzen, zur regionalen Vernetzung mit anderen Aktiven im Bereich Umweltschutz, Landwirtschaft, gesellschaftspolitische Themen etc.

Vorstellbar wäre noch eine Rubrik „Suche, Tausche, Biete“…. Lasst euch inspirieren! Wir freuen uns auf Eure Vorschläge bis zur letzten Woche des Monats, dann veröffentlichen wir nach Sichtung!

So – das wäre es von unserer Seite für den Januar – für Blitzaktionen senden wir sicher noch die eine oder andere Mail! Für Rückfragen, Ideen, Kritik etc. sind wir dankbar!

Bis bald - Euer Initiativkreis –